Eine rockige Reise durchs All

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Eine rockige Reise durchs All

11.03.2026 | Allgemein

Ernst-Abbe-Gymnasium   Sternschnuppen, Planeten und ein Schwarzes Loch im Forum des EAG. Warum das neue Musical „Leben im All“ das Publikum begeisterte

Das hat gezündet. Ein galaktisches Bühnenbild, farbenfrohe Kostüm-Planeten, die mitreißenden Songs der Fünft- und Sechstklässler und die souveräne Gesamtleitung von Katja Strümpfel sorgten für einen ebenso schwungvollen wie fantasievollen Abend, der das zahlreich erschienene Publikum auf eine Reise durch die Galaxie mitnahm. Nicht zu vergessen die Projektband, die das ganze Geschehen musikalisch versiert trug.

Das Genre Musical lebt am EAG – und wie. Mit „Leben im All“ katapultieren die jungen Darsteller ihr Publikum mitten hinein in eine knallbunte Revue aus Sternenstaub, Kometenschweifen und planetarischen Begegnungen, wovon manche Astronomielehrkraft noch etwas lernen konnte.

Den frechen kleinen Sternschnuppen ist bei „Schnupp, schnupp, schnuppidudei“ fast alles ziemlich schnuppe – nur vor dem bösen Schwarzen Loch nehmen sie sich in Acht. Komet XXL, „Gestatten, Komet XXL“ erweist sich kosmisch hilfreich für Schnuppen und Planeten wie Saturn („So’n Ring wär’n Ding“), Mars und Venus („Hallo Mars“), die sich ein quirliges Stelldichein geben. Mittendrin ein Schwarzes Loch, das zwar droht, alles zu verschlingen, insgeheim aber viel lieber selbst ein strahlender Stern wäre.

Die jungen Akteure ziehen in atemberaubender Zeitreise mit ihren rockigen Songs durch die Galaxie. Beim „Tanz der Planeten“ entschwebt das kosmische Treiben förmlich. Immer wieder glänzt der Chor mit textsicherer Präzision und sichtbarer Freude am großen gemeinsamen Auftritt.

Die Inszenierung ist einfach fröhlich: Selbst die Sonne meldet sich schließlich mit einem temperamentvollen „Heiß, mir ist so heiß“ zu Wort. Besonders eindrucksvoll gerät die Szene um das geheimnisvolle Schwarze Loch, das zwar bedrohlich wirkt, letztlich aber auch nur seinen Platz im Universum sucht.

Am Ende leuchten die Sternbilder am Himmel, und beim verträumten Wiegenlied „Großer Bär“ hätte man am liebsten selbst eine Wunderkerze gezückt, um im Takt mitzuschwingen.

So bleibt nach dieser musikalischen Reise durchs All vor allem eines: der Eindruck einer gelungenen Aufführung, bei der Fantasie, Spiel, Gesang und Tanz der jungen Darsteller zu einem funkelnden Bühnenereignis verschmolzen sind – ganz nach dem Motto des Abends: Das Leben im All ist heftig und prall. Und ganz unser Fall. ✨

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