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Verabschiedung von Schulleiter OStD Hans-Ulrich Wörner

Nach dem musikalischen Beginn mit Bernd Grill am Klavier begrüßte der stellvertretende Schulleiter Holger Schulz die Anwesenden. Er bettete seine Worte in das nautische Bild des wichtigsten Mannes an Bord eines Schiffes ein – der Person des Kapitäns – , der den Pott selbst bei stärkstem Wellengang sicher steuert und für alle Probleme an Bord immer eine Lösung parat hat. Danach richteten Vertreterinnen und Vertreter der SMV, des Kollegiums, des Elternbeirats, der erweiterten Schulleitung sowie Oberkochens Bürgermeister Marcel Winter ihre Grußworte an den scheidenden Schulleiter. Den Abschluss bildeten Hans-Ulrich Wörners persönliche Dankesrede sowie die gemeinsam gesungenen Lieder „Mit 66 Jahren“ (das EAG-Geburtstagslied) und „Über den Wolken“, bevor die Gäste den Nachmittag bei einem Stehempfang ausklingen ließen.
Die Vertreter der SMV lobten Schulleiter Wörners stets offenes Ohr für die neuesten Ideen der Schülerinnen und Schüler und seinen immerwährenden Einsatz für ihre Belange. Der Personalrat des Lehrerkollegiums hatte ein unterhaltsames Spiel vorbereitet, in dem die verschiedensten Personengruppen in ihrer Beziehung zum Schulleiter von selbigem zu erraten waren. Zudem gaben sie ihm einen Notfallkoffer mit auf den Weg, der für alle zukünftigen Problemfälle die passende Lösung enthalte. Die Dankesworte des Kollegiums waren von großer Herzlichkeit und dem aufrichtigen Bedauern des Weggangs von Schulleiter Wörner geprägt.
Die Elternbeiräte Frau Blahnik und Herr Stäudle dankten dem scheidenden Schulleiter für die konstruktiven Debatten und Gespräche in den Elternbeiratssitzungen und der Schulkonferenz. Man sei immer zu Lösungen gekommen, die im Sinne der Schüler getroffen wurden.
Besonders persönlich blickte Abteilungsleiter David Schmid auf die gemeinsame Zeit zurück. Seit 16 Jahren arbeiteten beide am Ernst-Abbe-Gymnasium zusammen – eine Zeit, in der Wörner für ihn stets ein verlässlicher, wertschätzender und stets optimistischer Schulleiter gewesen sei. Schmid hob hervor, dass Wörners Bürotür immer offen gestanden habe und Gespräche auf Augenhöhe für ihn selbstverständlich gewesen seien. Er habe seinen Kolleginnen und Kollegen Vertrauen geschenkt, Verantwortung übertragen und zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet.
Mit einem Augenzwinkern erinnerte Schmid an viele gemeinsame Erlebnisse, die ihn und das Kollegium geprägt haben: an den Schuljahresabschluss der fünften Klassen in der Zimmerbergmühle unter der Leitung des Schulleiters, an die legendären Fahrten zum Tigerentenclub, an die zahlreichen Abschlussgrillfeste der Schulleitung bei Herrn Wörner sowie an die regelmäßigen Besprechungen der erweiterten Schulleitung, die neben intensiven Diskussionen stets auch von Humor und Gemeinschaft geprägt gewesen seien.
Besonders würdigte er Wörners außergewöhnlichen Einsatz während der Corona-Pandemie. In einer Zeit ständig wechselnder Vorgaben habe dieser große Verantwortung übernommen, schnelle Entscheidungen getroffen und die Schulgemeinschaft mit enormer Tatkraft sicher durch eine herausfordernde Phase geführt. Dafür sprach Schmid ihm im Namen vieler Kolleginnen und Kollegen seinen ausdrücklichen Dank aus.
Mit humorvollen Anekdoten über Fortbildungen, den berühmten „Best-Western-Schreibblock“, langjährige Rituale und Wörners unverwechselbare Eigenheiten sorgte die Rede immer wieder für Heiterkeit. Gleichzeitig wurde deutlich, wie sehr der scheidende Schulleiter die Schulkultur des Ernst-Abbe-Gymnasiums geprägt hat. Zum Abschluss wünschte David Schmid ihm und seiner Partnerin für den neuen Lebensabschnitt am Bodensee von Herzen alles Gute und betonte: „Wir werden dich immer im Herzen tragen. Danke, Chef. Danke, Uli.“
Auf Wunsch von Schulleiter Wörner richtete auch Richard Burger, Gemeinderatsmitglied und Ehrenbürger der Stadt Oberkochen sowie ehemaliger Kollege und langjähriger Vertrauter von Wörner, einige Worte an den Schulleiter und die Anwesenden. Richard Burger verwies darauf, dass er sich bei der Bewerbung von Wörner auf die Schulleiterstelle am EAG im Jahre 2011 im Gemeinderat klar für ihn ausgesprochen habe. Die Entwicklung des Gymnasiums unter Wörners Leitung habe jedoch im Rückblick all seine Erwartungen übertroffen. Er lobte den Führungsstil Wörners und die Erfolge der Schule unter Wörners Leitung, die ihn und die Stadt Oberkochen mit großem Stolz und Hochachtung erfüllten.
In seiner eigenen Abschiedsrede blickte Hans-Ulrich Wörner auf 21 Jahre am Ernst-Abbe-Gymnasium zurück und bezeichnete es als großes Privileg, diese Schule über viele Jahre als Schulleiter begleitet zu haben. Ursprünglich habe er sich eine Tätigkeit als Schulleiter nie vorstellen können, doch in Oberkochen habe sich alles auf besondere Weise gefügt. Rückblickend erfülle ihn vor allem Dankbarkeit.
Sein Dank galt der Stadt Oberkochen und dem Gemeinderat, die ihm damals das Vertrauen entgegengebracht hätten, ebenso den Schülerinnen und Schülern, die stets im Mittelpunkt seines Handelns gestanden hätten. Er würdigte die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat, das respektvolle Miteinander im Kollegium, den engen Austausch mit den Schulleitungen des Sprengels sowie die Unterstützung durch das Regierungspräsidium. Besonders hervor hob er auch die Arbeit des Hausmeister- und Reinigungsteams, der Mensa und des Sekretariats hervor, das er mit Sekretärin Frau Kurz als „Herz der Schule“ bezeichnete. Der erweiterten Schulleitung dankte er für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und den großen Einsatz bei der gemeinsamen Gestaltung des Schullebens. Nicht zuletzt richtete er persönliche Worte an seine Familie, die seinen beruflichen Weg stets mitgetragen habe.
Mit viel Selbstironie stellte Wörner fest, sein Weggang werde vermutlich keine allzu großen Lücken hinterlassen – vielleicht lediglich ein verwaistes Büro und einige seiner „Babys“, wie die Zimmerbergmühle oder die Tigerentenclub-Fahrten, die hoffentlich auch künftig weitergeführt würden. Veränderungen seien immer auch Chancen, zeigte er sich überzeugt.
Abschließend erläuterte er auf humorvolle Weise seine „sieben guten Gründe“ für den Wechsel nach Konstanz: die Liebe, das inzwischen leer gewordene Haus, die neue berufliche Herausforderung, die seltene Gelegenheit einer passenden Schulleiterstelle, den Bodensee als neue Heimat, den Wunsch aufzuhören, solange die Zeit am Ernst-Abbe-Gymnasium besonders schön sei, und schließlich den augenzwinkernden Hinweis, dass für ein weiteres Abiturfoto im Gang über seinem Büro ohnehin kein Platz mehr gewesen wäre.
Mit den Worten „Es war mir eine Ehre, hier Schulleiter sein zu dürfen“ verabschiedete sich Hans-Ulrich Wörner von seiner Schulgemeinschaft. Die langanhaltenden stehenden Ovationen machten deutlich, welche Wertschätzung ihm Kollegium, Schülerinnen und Schüler sowie alle Wegbegleiter entgegenbringen. Sein Wirken wird das Ernst-Abbe-Gymnasium weit über seinen Abschied hinaus prägen.